Bundestagsabgeordneter Karl-Heinz Brunner informiert in Burgau über IS

13. Oktober 2014 | Außenpolitik

Terrorismus ist seit vielen Jahren ein Thema, mit dem man auch in Deutschland leben muss und mit dem man gelernt hat in gewisser Art und Weise auch umzugehen. Aber dieser hat nun mit der Terrorgruppe IS eine neue, an Brutalität und Menschenverachtung kaum zu überbietende Qualität erreicht. Dass dieses Thema mehr als aktuell ist und die Bürger auch in Burgau bewegt, konnte der Burgauer SPD-Ortsverein beim Vortrag des Bundestagsabgeordneten Karl-Heinz Brunner feststellen, der im vollbesetzen Café an der Bleich einen Vortrag zum Thema „Gewalt im Irak – Terror des IS – was nun?“ hielt.

IS Aktuelle Anlässe aufgreifen und diese mit einem Fachmann diskutieren sei – so SPD-Ortsvorsitzender Peter Hirsch - ein Anliegen der Burgauer SPD. Und auch Tobias Auinger, stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender, sagte in seinem Begrüßungswort, dass die Brutalität des IS niemand kalt lasse, sich aber viele Bürger die Frage stellten, woher diese Gruppe überhaupt komme, von der bis vor kurzem kaum jemand etwas wusste. Um über die Gruppierung zu informieren, habe man mit Karl-Heinz Brunner, der Mitglied des Verteidigungsausschusses im deutschen Bundestag ist, einen exzellenten Kenner der momentanen weltpolitischen Lage gewinnen können.

So klärte der Referent auch gleich zu Beginn seines interessanten, mit viel Hintergrundwissen angereicherten Vortrages die Frage, wie der IS so stark werden konnte und was die Menschen bewegt, sich dieser Organisation anzuschließen. Dabei übte der Bundestagsabgeordnete immer wieder Kritik an der Haltung Deutschlands, der EU und der UNO, die seiner Ansicht nach viel zu zögerlich dieser menschenverachtenden Organisation entgegentreten. Der Angriff der IS sei ein Angriff auf Werte sowie die Menschenrechte, und wohl mit diplomatischen Mitteln nicht zu lösen. Nur wenn die Menschen im Irak, in Syrien wieder eine Perspektive hätten und es in diesen Gebieten wieder funktionierende Staaten mit Schulen, mit staatlichen Einrichtungen und einem funktionierenden Sicherheitsappart gebe, könne der IS gestoppt werden. Und hier sei eben die Weltgemeinschaft gefragt, die intensiv auf allen politischen Ebenen zusammenarbeiten müsse, um in diesen Ländern eine ethisch vertretbare Lösung zu finden.

Dies rechtfertige auch die deutschen Waffenlieferungen in das Krisengebiet, die man sicherlich skeptisch sehen könne. Seinen Vortrag, dem sich eine lebhafte Diskussion anschloss, beendete Karl-Heinz Brunner mit den Worten eines vom IS-Terror Betroffen, der ihm gesagt habe: „Können Sie es mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn durch ihr Nichtstun Jahrtausende alte Kulturen zerstört werden?“ – ein Satz, der die Besucher der Veranstaltung auch noch auf dem Nachhauseweg nachdenklich stimmte.

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